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Immolation- Majesty and Decay (2010)



Also, hier sind wir nun! Ihr steht meiner ersten Review gegenüber. Und es geht direkt heftig los.

Um genau zu sein mit den New Yorker Deathern Immolation. Diese Jungs mischten schon vor dem hier gezeigten Album eine ganze Weile im Genre mit und waren unter anderem Pioniere auf dem Gebiet des Technical Deathmetals.
Nachdem man auf den ersten paar Scheiben der Religion ordentlich in den Arsch getreten hatte wendete man sich nun der Gesellschaft in ihrer Gesamtheit zu (daher auch der Titel, übersetzt: "Erhabenheit und Verfall") Natürlich weiterhin in dissonant harmonischen Pattern geschrieben.

Soviel zur Band allgemein. Nun zu diesem Album, bzw. zu diesem Meisterwerk des düsteren Deathmetals. Nach einem kurzen instrumentalen Intro an dessen Ende (leider recht generische) Soundeffekte nahtlos in den ersten Song ("The Purge") überleiten, welcher allerdings sofort zeigt, was Immolation gut kann: brutal und unaufhaltsam stampfende (teilweise sogar recht langsame) Riffs, die mit einem Blastbeat unterlegt sind, welcher Maschinengewehre erblassen lässt. Dazu die Deathgrowls vom Bassisten und Grunzer Ross Dolan, dessen Stimme direkt aus der Hölle entstiegen zu sein scheint (im positiven Sinne).
Ist man mit den vorherigen Alben von Immolation vertraut, fällt einem zusätzlich auch noch die enorm erhöhte Soundqualität auf, welche vor allem den perfekt chaotischen Soli zu Gute kommt.
Nach dem ersten Hammer folgt direkt der nächste ("A Token of Malice"), welcher das Tempo etwas anzieht und so deutlich klassischer daherkommt.

Darauf folgt das wohl bekannteste (und das mit Recht) Stück der langen Bandgeschichte: "Majesty and Decay". Das Stück ist mit Abstand das langsamste des Albums, doch wird es von einem Riff dominiert, welches einer Dampfwalze (oder vielmehr einem Panzer) gleich, alles in seinem Weg zermalmt und die Nackenwirbel krachen lässt. Das ist Deathmetal at its best und ein würdiger namensgebender Song für das Album. Eine absolute Meisterleistung.

Auch die folgenden Songs haben ordentlich Dampf hinter den Noten und treten wieder etwas mehr auf das musikalische Gaspedal. So werden mit "Divine Code" und "In Human Form" zwei direkt zwei weitere Bretter nachgelegt, welche jedoch etwas unscheinbarer daherkommen als der großartige Track "Majesty and Decay", obgleich "Divine Code" mit einigen der beeindruckendsten Soli des Albums aufwarten kann.

Gleich darauf folgt ein weiterer Hammer, der ebenfalls mit Geschwindigkeit und zerstörerischer Unaufhaltsamkeit eines Panzers voranrumpelt: "A Glorious Epoch". Gleichzeitig mein persönlicher Liebling auf diesem Album, da die Atmosphäre gekonnt auf eine apokalyptische Düsternis gedrückt wird.

Nach einem kurzen nicht weniger atmosphärischen instrumentalsong mit dem schlichten Namen "Interlude" folgt die zweite Hälfte des Albums, die zwar verglichen mit anderen Genrevertretern immer noch stark sind, allerdings nicht das Niveau der ersten Hälfte halten können. So zieht der Track "A Thunderous Consequence" das Tempo noch einmal gekonnt an und "The Rapture of Ghosts" glänzt durch ein großartig düsteres Technical Death Riff, allerdings ist das hier abgelieferte nicht mehr so überragend und über jeden Zweifel erhaben, wie das zuvor gehörte. Dafür ist die verwendete Formel bereits zu häufig verbraten worden, obgleich die Songstruktur nach wie vor großartig ist.

Das die zweite Hälfte nicht mit der ersten mithalten kann, daran ändern auch die letzten beiden Songs "Power and Shame" und "The Comfort of Cowards" nichts mehr, trotzdem immer noch geniale Songs, die vor allem noch einmal Drummer, Steve Shalaty in ein besonderes Licht rücken. Denn für mich ist dieser einer der ganz großen Positivpunkte, die aus "Majesty and Decay" ein so absolut geiles Album machen.

Als Fazit bleibt zu sagen, wenn ihr in irgendeiner Form etwas mit Deathmetal anfangen könnt: HOLT EUCH DAS DING!

Wertung: 8/10

6.11.13 17:33

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